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Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Gast
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    Lasko - Die Faust Gottes

    Klamotte mit Kutte: Im Mittelpunkt der RTL-Serie "Lasko - Die Faust Gottes" steht ein prügelnder Mönch. Doch so hübsch und in den Kampfkünsten geübt der Hauptdarsteller Mathis Landwehr auch sein mag - die Drehbuchautoren haben sich an ihm versündigt.

    Was ein Glück für RTL, dass das Böse so gut kämpft - sonst wäre diese Sendung so leise. "Lasko - die Faust Gottes" soll ein Martial-Arts-Märchen sein, ein Fantasy-Format mit Kampfkunst. Und das ist es auch: eine märchenhafte Männeroperette mit viel Hu! und Ha!, wobei es vornehmlich eben das Böse ist, das seinen Körpereinsatz lautmalerisch unterstreicht.

    Lasko, gespielt von dem 29-jährigen Kampfkünstler Mathis Landwehr, lebt mit seinen Glaubensbrüdern im Kloster eines Ordens, dessen Name Programm ist: "Pugnus Dei" - Faust Gottes. Eine überraschende Bezeichnung für eine Gemeinschaft, die sich dem Frieden verpflichtet hat. Wobei bis zum Schluss nicht klar wird, was hier eigentlich geglaubt wird. Außer so ganz generell an Gott und an das Recht, dem Bösen mittels fernöstlich inspirierter Gewalt Einhalt gebieten zu dürfen.

    Tschakaa!!! Ghandi? Von wegen.

    Dieses Klosterleben wäre nun von großer Ödnis, gäbe es nicht einen von Gier und Macht besessenen Widersacher, der für Action sorgt - und Lasko dazu bringt, den Bewegungsspielraum seiner braunen Kratzekutte in voller Gänze zu nutzen. Ganz nach dem Motto, wer nicht hören will, muss fühlen, tritt er als "Ringträger" des Ordens das Böse weg, hüpft, fliegt, und zwirbelt sich durch die Lüfte, lässt Hände und Füße zu tödlichen Waffen werden - und ist summa summarum immer ein wenig flinker, schneller und kräftiger als sein Gegner.

    Dieser kämpft natürlich nie fair, greift mit 15 Genossen gleichzeitig an, nimmt dabei Eisenstangen, Messer und Schusswaffen zur Hand, während Lasko nur seinen Dank Gottes Gunst so überaus wohlgeformten Körper einbringen kann. Seiner ansichtig wird der Zuschauer vor allem bei dem internen Kräftemessen der Ringträger, deren martialisches Zirkeltraining ebenso wie ihre von lodernden Flammen begleiteten Duelle homoerotische Phantasien beflügeln dürften.

    Doch nicht für verklemmte Geistliche ist die Serie gemacht, sondern für Jungs, denen bislang "Alarm für Cobra 11" am Donnerstagabend das Blut zum Brodeln brachte. "Lasko" die "Action-Abenteuer-Serie", die nach dem 2006 erfolgreich gesendeten "Lasko - im Auftrag des Vatikan" entwickelt wurde, soll jenes Publikum fesseln, das sich über Schweißgeruch und Heldentum definiert. Leider verheizen die Macher dabei ihren Heroen und dessen Darsteller.

    Mathis Landwehr, der Tu Than, Taek Won Do, Muay Thai, Tai Chi, Capoeira und Boxen beherrscht und der erste Europäer ist, der einen asiatischen Kampfkünstler doubeln durfte, beeindruckt durch seine körperlichen Darbietungen, die - laut RTL-Sprecher Claus Richter - nur selten durch den Computer aufgemotzt wurden.

    Noch dazu sieht Landwehr hübsch aus und kann schauspielerisch überzeugen. Doch leider haben die Autoren von Writerspool und Jan Cronauer es bei ihrem Märchen an der Grimmschen Konsequenz fehlen lassen. Die Storylines sind nicht nur unglaubwürdig und schlaff, sondern von großer Naivität. So lässt sich mal eben ein Dutzend Handlanger des Unheils per Seil an einem Lotsentower herab, entert die Schaltzentrale und bewegt den Piloten einer Passagiermaschine zur Änderung der Route, weil man seine Frau entführt hat.

    Aber auch niedlich-humorvolle Szenen um Bruder Gladius (Stephan Bieker), der als Sancho-Pansa-Verschnitt Lasko zur Seite steht und es mit der LKA-Beamtin Sophia von Erlen (Simone Hanselmann) menscheln lassen soll, drängen das Action-Märchen in Richtung einer Klamotte mit Kutte. Einzig das Wagnis, das übergeordnete Böse in Form der Geheimloge "Ares" innerhalb der katholischen Kirche selbst anzusiedeln, nimmt für die Serienautoren ein. Bereicherung; wohlfeile Herren in Soutane, die ihre Finger in schmutzigen Geschäften haben - das möchte man nur allzu gern glauben.

    Die siebenteilige Serie wurde aufwendig produziert. Die Kosten pro Folge liegen nach Claus Richter "weit über dem üblichen Budget" von 200.000 bis 400.000 Euro, aber "noch unter einer Million". Genützt hat das der Heldensaga wenig.

    Zwar überzeugt die Kulisse, aber - wieder einmal - wurde zu viel Geld für einen Kompromiss ausgegeben. Für eine Serie, die einerseits das ernsthafte Unterfangen verfolgt, durch Martial-Arts zu überzeugen, andererseits mit den Albernheiten eines "Vier Fäuste für ein Halleluja" spielt.

    Wenn man den Mut hat, so einen Quatsch - ein katholischer Bischof sammelt über Jahre Beweise gegen Ares, stellt sie in einem handschriftlichen Dokument zusammen, das er höchstpersönlich nach Rom trägt, ohne eine Kopie erstellt zu haben (Scanner!, Fotokopierer!, Pauspapier!) - überhaupt zu erzählen, sollte man auch den Mut haben, das Lustige und Niedliche draußen und Männer einfach mal Männer sein zu lassen.

    Wesen, die halt vorher beten, bevor sie sich die Rübe einhauen.
    QUELLE

    Bullet Proof Monk lässt grüßen, ansonsten: Werd ich wohl nicht einschalten ^^

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    2.109
    Hab die Werbung gesehn, das war schon zu viel. Wird nach n paar Teilen eingestellt werden.

  3. #3
    Gast
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    17.06.2007
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    4.578
    Das ist sehr, sehr, SEHR schlecht ^^ Voll von Logikfehlern ( so Klassiker wie "über die Brücke rennen, Kamerawechsel, gleiche STrecke nochmal rennen") und auch ansonsten, schauspielerisch recht bescheiden, die Charaktere passen iwie überhaupt gar nicht.

    Hier trotzdem mal noch 2 Interviews mit dem Produzenten:
    http://www.serienjunkies.de/news/las...iew-22507.html
    http://www.serienjunkies.de/news/las...iew-22508.html

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    Trotzdem ganz lustig für zwischendurch ^^

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