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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gymnasium bekommt nach Schüler-Streik neuen Direktor



Mr.XaXa
14.06.2008, 11:08
Nach massiven Protesten gegen den Direktor des Bernhard-Riemann-Schule in Scharnebeck hat das Niedersächsische Kultusministerium den Pädagogen mit sofortiger Wirkung an eine Landesbehörde abgeordnet. "Die Grundlage für eine vertrauensvolle, effektive Zusammenarbeit zwischen dem Schulleiter und der Schüler-, Lehrer- und Elternschaft sowie dem Schulträger war nicht mehr gegeben", ließ Kultus-Staatssekretär Peter Uhlig am Donnerstag mitteilen. Das hätten zahlreiche Gespräche mit allen Beteiligten gezeigt. Zuvor waren rund 1.000 Gymnasiasten auf die Barrikaden gegangen und hatten den Unterricht an der Schule boykottiert.
Erleichterung beim Elternrat

Schüler und Eltern reagierten mit Erleichterung auf die Nachricht. "Wir sind froh, dass es so vonstatten gegangen ist", sagte die Vorsitzende des Schulelternrates, Kirsten Kiehn, am Freitag. Die Leitung des Gymnasiums übernimmt zunächst der stellvertretende Direktor.

Eltern, Lehrer und Schüler forderten seit Langem die Absetzung des Direktors. Zur Begründung hieß es, der Leiter des Gymnasiums schade der Schule mit seinem Führungsverhalten, verbreite eine "lähmende Atmosphäre" und blockiere Neuerungen. Unter anderem wurde ihm vorgeworfen, sich nicht mit den anderen Leitern des Schulzentrums abzustimmen, in dem sich auch eine Haupt- und eine Realschule befindet. Die Schulinspektion hatte die Zustände an dem Gymnasium schon vor einem Jahr bemängelt, seitdem habe es in einigen Bereich sogar Verschlechterungen gegeben, heißt es im neuen Bericht der Inspektoren.
Rückläufige Schülerzahlen

43 Lehrer hatten mit Versetzungsanträgen gedroht, sollte das Ministerium nicht auf die Forderungen reagieren. Die Schülerzahlen sind bereits rapide rückläufig. Viele Eltern schicken ihre Kinder auf die weiter entfernten Gymnasien nach Bleckede und Lüneburg. .
Direktor krankgeschrieben

Gegen den Zustand an der Schule hatte bereits die örtliche Politik protestiert und von der Schulbehörde einen Austausch des Direktors verlangt. Erste Gespräche von Elternvertretern mit dem Kultusministerium hatte es Anfang April gegeben. Der angegriffene Pädagoge weist die Vorwürfe zurück, stellte sich am Donnerstag aber nicht dem Protest der Schüler. Offiziell ist er krankgeschrieben.

http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/scharnebeck100_v-gallery.jpg


QUELLE (http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/scharnebeck102.html)

Das find ich mal eine Klasse Sache, wenn sogar die Lehrer noch mit dahinter stehen und mitmachen statt nur unbeteiligt rumzusitzen und abzuwarten.